Die Einrichtung trägt bewusst den Namen „Arche-Noah“. Sie wissen ja, die „Arche“, war das große Schiff, in den Noah auf Gottes Auftrag hin alles hinein packte was lief, flog und krabbelte.
Eine bunte Gemeinschaft muss das gewesen sein. So ist es auch in unserer Einrichtung.
EINE bunte Gesellschaft auf dem Weg ins Leben.
Protestantische KiTa Arche Noah
Matthias-Erzberger-Straße 8
67466 Lambrecht
Tel: 06325 8020
Mail: kita.lambrecht
Einrichtungsleitung: Frau Uschi Theis
Stellvertretende Leitung: Frau Andrea Vatter
Unser Haus hat Platz für 72 Kinder im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt. Die Einrichtung hat in der Zeit von 7:00- 16:00 Uhr ihre Tore geöffnet. Es stehen 19x 7,0 Std. Plätze und 53x 9,0 Std. Plätze zur Verfügung.
Das Team der „Arche-Noah“ setzt sich aus qualifizierten und engagierten pädagogischen Fachkräften zusammen. Durch regelmäßige Fortbildungen, erweitern sie stetig ihre Fachkompetenz. Durch bunte Vielfalt unserer Persönlichkeiten, ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte in unserer Arbeit. In unseren 3 Gruppen werden die Kinder von insgesamt 12 Fachkräften betreut. Eine Auszubildende im dualen System bereichert unser Team.
Wir pflegen einen wertschätzenden Umgang mit den Kindern, wir vermitteln ihnen die Individualität jedes Einzelnen und fördern einen christlichen sozialen Umgang miteinander
Jedes Kind wird so angenommen wie es ist, begleitet und ermutigt die eigenen Kompetenzen zu erweitern, um seine Resilienz zu stärken.
Durch Partizipation und ganzheitliche Bildungsarbeit unterstützen wir die Kinder in ihrer Eigenverantwortung, Solidarität und ihrem autonomen Denken
Unser Ziel ist es, die uns anvertrauten Kinder bestmöglich auf die nächsten, immer größeren Schritte im Leben vorzubereiten.
Auf Grundlage des Gute Kita Gesetztes haben seit dem 01.01.2023 alle Kinder ab Vollendung des 2. Lebensjahres einen Rechtsanspruch von 7 Stunden (7:30Uhr -14:30Uhr) Betreuungszeit am Stück. In dieser Zeit soll ein warmes Mittagessen angeboten werden.
Für berufstätige Eltern besteht mit entsprechendem Nachweis des Arbeitsgebers die Möglichkeit das die Betreuungszeit des Kindes auf bis zu 9 (7:00Uhr -16:00Uhr) Stunden erhöht werden kann.
Unsere Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag: 07.00 – 16.00 Uhr
Schließzeiten:
Die Schließtage werden immer rechtzeitig und schriftlich bekanntgegeben, sowie in der Eltern-APP veröffentlicht
Innenräume im Erdgeschoss:
Die offene Kindergartenarbeit wird missverstanden, wenn sie als Konzept für die konkrete Alltagsgestaltung (Räume, Zeitstrukturen) gesehen wird. Sie ist in ihrem Kern vielmehr eine Haltungs- und Einstellungsfrage von Erwachsenen, besonders im pädagogischen Umgang mit Kindern mit dem Schwerpunkt Autonomie und Selbstorganisation bei Lern- und Entwicklungsprozessen. ErzieherInnen sind Akteure ihrer eigenen Pädagogik. Das bedeutet, pädagogische Fachkräfte gehen einen gemeinsamen Weg und finden ihr Profil, indem sie für und mit Kindern im Entwicklungsprozess bleiben. Pädagogik wird so zu einem nie endenden Gestaltungsprozess. Wer offen ist, ist voller Neugier und Lernbereitschaft. Wer offen zuhören kann, kann auf Vorurteile verzichten. So kann kindzentrierte Pädagogik entstehen, die zukunftsfähig ist.
„Das Kind ist stark, reich, mächtig und kompetent.
Was kann Erziehung anderes sein als die Kunst,
diesen Reichtum und diese zu Stärke
zu bewahren und zu fördern.“
(Reggio Emilia)
Die offene Arbeit bedeutet die Gestaltung des Spiels ohne direktes Einwirken von Erwachsenen. Zu feste vereinbarten Zeiten dürfen Kinder Spielort, Spielpartner und Spielablauf selbst bestimmen und gestalten. Kinder mit ähnlichen Spielvorstellungen und verschiedenen Altersgruppen finden sich zusammen und lernen voneinander im Spiel.
Pädagogische Fachkräfte entdecken durch die Beobachtung des Spiels Interesse und Bedürfnisse der Kinder und können so neue Angebote und Projekte entwickeln. In jedem Bildungsbereich arbeitet eine pädagogische Fachkraft. Diese ist im freien Spiel präsent, hält sich aber im Hintergrund und greift nur in Spielsituationen ein, die es erforderlich machen, weil das Kind Hilfe oder Anleitung benötigt.
Kinder lernen, in dem sie sich selbst ausprobieren, eigene Fehler machen dürfen und diese dann auch korrigieren können. Konflikte werden eigenständig zu lösen versucht. Vorzeitiges Eingreifen stört die Entwicklung der Selbständigkeit.
Wann und wie ein Kind Hilfe benötigt, erfordert eine genaue Einschätzung des jeweiligen Kindes.
Die Gestaltung von Räumen und deren Nutzungsmöglichkeiten sind wichtige Faktoren unserer Pädagogik. Die Einrichtung ist kindgerecht und wohnlich. Die vielfältigen Materialien sind geordnet, übersichtlich und für jeden zugänglich. Jeder Raum gibt den Kindern Orientierung und hat einen hohen Aufforderungscharakter zum forschenden und autonomen Lernen. Es gibt jedoch auch Räume die Rückzugsmöglichkeiten bieten.
Spielen ist als die geistige Arbeit des Kindes zu verstehen und Voraussetzung für kindliches Lernen, sowie für kognitive, sensomotorische als auch soziale kindliche Entwicklungsprozesse. Kindliche Bildung basiert auf dem Spiel bzw. dem spielerischen Umgang mit Materialien und Gegebenheiten der Umwelt.
Spiel schafft Wissen durch sinnstiftendes Agieren. Es stellt das Kind immer wieder vor neue Herausforderungen und es wird angehalten Neues zu deuten. Das Spiel beeinflusst die kognitive Entwicklung besonders durch Denken in Symbolen. Es bietet aber auch Erfahrungen mit Metakommunikation und der Bedeutung im Kontext. Spiel ist ein Ausdruck der individuellen kindlichen Interpretation von Erlebtem und Gesehenen und liefert der pädagogischen Fachkraft wichtige Informationen zur Entwicklung weiterer Bildungsangebote.
Das Spiel reflektiert Entwicklung, beeinflusst Entwicklung und hat Entwicklung zur Folge. Die Kinder sollen ausreichend Zeit und anregende Räume zur Verfügung haben um ihrer geistigen Arbeit nachkommen und sich bilden zu können.
Unser Außengelände
Der Kindergartenhof und das Außengelände liegen hinter dem Kindergartengebäude und bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Sinnesentfaltung und Bewegung.
Wahrnehmung und Bewegung sind als unzertrennliche Einheit zu verstehen. Ohne Bewegung werden keine neuen Wahrnehmungen aus der Umwelt oder dem Inneren des eigenen Körpers aufgenommen/ wahrgenommen und ohne Wahrnehmung keine neuen Bewegungen initiiert. Anregende Spielmöglichkeiten wie z.B. ein Baumhaus, Kletterstämme, ein Bachlauf mit Sandmatschbereich, eine Doppelschaukel, eine Rutschbahn mit Kletterschräge, ein Laufradparcour gewährleisten abwechslungsreiche Erfahrungsangebote. Sträucher, schöne Blumenbeete, Gemüse und Obstbäume lassen die Kinder den Jahreszeitenlauf sinnlich erkunden und bieten zudem auch geeignete Begegnungsstätten, um die Tiere zu beobachten und zu „begreifen“.
Es liegt uns sehr am Herzen, die uns anvertrauten Kinder durch eine ausgewogene Ernährung bei ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung zu unterstützen. Daher richten sich die Speisepläne der Kita „Arche- Noah“ nach den Kriterien des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas. Ebenso wichtig wie saisonale, regionale und hochwertige Produkte ist uns eine angenehme Atmosphäre bei der Essenseinnahme. Um den Kindern diesbezüglich gerecht zu werden, ist es notwendig, dass an der Gestaltung eines gesundheitsfördernden und nachhaltigen Verpflegungsangebots, sowie der Atmosphäre und der Angebote zur Ernährungsbildung, Akteure aus allen Bereichen der Kita beteiligt sind.
Das Mittagessen wird täglich frisch von den Hauswirtschaftskräften in der Kita zubereitet. Gibt es kulturspezifische oder religionsbegründete oder auch persönliche/ familiäre Essgewohnheiten, so respektieren wir diese und versuchen nach Möglichkeit darauf einzugehen und Alternativen zu finden. Ebenso verhält es sich bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Ein Kind ist aus Hundert gemacht.
Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände,
hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken,
zu spielen und zu sprechen.
Immer hundert Weisen zu hören, zu staunen und zu lieben,
hundert Weisen zu singen und zu verstehen,
hundert Welten zu erfinden, hundert Welten zu träumen.
Ein Kind hat hundert Sprachen,
doch es werden ihm neunundneunzig geraubt.
Die Schule und die Umwelt trennen bei ihm den Kopf vom Körper.
Sie bringen ihm bei: ohne Hände zu denken, ohne Kopf zu handeln
Ohne Vergnügen zu verstehen, ohne Sprechen zuzuhören
Nur Ostern und Weihnachten zu lieben und zu staunen.
Sie sagen ihm, dass die Welt bereits entdeckt ist
Und von hundert Sprachen rauben sie dem Kind neunundneunzig.
Sie sagen ihm,
dass das Spielen und die Arbeit,
die Wirklichkeit und die Phantasie,
die Wissenschaft und die Vorstellungskraft,
der Himmel und die Erde,
die Vernunft und der Traum
Dinge sind, die nicht zusammengehören.
Sie sagen also, dass es die hundert Sprachen nicht gibt.
Das Kind sagt: „Aber es gibt sie doch.“
Loris Malaguzzi, Reggio Emilia 1985
Unsere Pädagogik
Die Kindertagesstätte bildet ein unterstützendes Angebot zur Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder außerhalb ihrer Familie. Die Sozialerziehung des Kindes ist Teil dieses ganzheitlichen Bildungsauftrages. Das Ziel ist es die Kinder ganzheitlich und altersentsprechend zu fördern. Viele Kinder unternehmen in der KiTa ihre ersten Schritte ohne ihr/e Bezugsperson/en. Ein erster bedeutender Übergang, der bewältigt werden muss und sich grundsätzlich ambivalent gestaltet, beginnt. Er kann eine persönliche Weiterentwicklung aber auch einen Rückschlag bedeuten. Daher soll die Einrichtung ein Ort des Willkommens und der Geborgenheit für das Kind sein, um diesen Übergang, sowohl für das Kind, als auch für die Bezugsperson/en, angenehm zu gestalten.
Rituale erleichtern diesen Übergang, da sie die ungewohnten neuen Abläufe strukturieren und rhythmisieren. Sie vereinfachen die Bewältigung Und sind Ankerpunkte im KiTa-Alltag. Die pädagogischen Fachkräfte begegnen den Kindern mit Wertschätzung und Respekt und bauen tragfähige Bindungen auf, um kindliches Explorationsverhalten anzuregen.
Das Kind wird als kompetenter Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung gesehen. Es kann auf hundert Weisen sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, wahrnehmen, genießen, annehmen, etc. Das Kind konstruiert eigene Lernprozesse gestützt auf seine Wahrnehmungen von der Umwelt und sich selbst. Diese Lernprozesse sind die Voraussetzung für Bildung.
Bildung meint kein einseitiges Vorhaben seitens der pädagogischen Fachkraft, welches er dem Kind überstülpt, sondern meint ein gemeinsames Vorhaben zweier sich wertschätzender Partner. Wir sehen das Kind als gleichwertigen Bezugspartner in der pädagogischen Interaktion. Das Kind kann nur so kompetent sein, wie das Umfeld, das von Erwachsenen bereitgestellt wird. Wenn es lernt, nimmt es nicht etwas schon Vorgefertigtes, das ihm angeboten wird, in Besitz, sondern es konstruiert aufbauend auf eigenen Erfahrungen etwas Neues.
Bildung, als lebenslanger Prozess, zielt auf eine Befähigung zur Selbstbestimmung und kann von jedem Kind nur selbst erworben werden. Kinder verfügen von Geburt an über die Kompetenzen, die sie benötigen, um sich mittels Interaktionen mit der Umwelt auseinander zu setzen. Es organisiert gestaltend und deutend eigene Bildungsprozesse. Vorstellungsmuster und Handlungsmöglichkeiten werden durch kreatives Erproben und Spielen ausdifferenziert, verändert oder verworfen.
Wir möchten die Selbstbildungsprozesse anregen und den Kindern sowohl die Möglichkeiten als auch die Zeit und Räume anbieten, zu forschen, zu hinterfragen und zu überprüfen. Wir kreieren individuelle Erfahrungsangebote, damit sie ihr inneres Arbeitsmodell subjektiv konstruieren und somit Wahrnehmungen deutend einordnen können. Neue Erfahrungen bedeuten immer auch eine Weiterentwicklung bereits vorhandener oder den Gewinn neuer Fähigkeiten.
„Einzige Möglichkeit über Kinder zu lernen, ist da, wo Kinder sich befinden. Wir müssen aufhören, abgehoben von ihnen über sie zu lernen.“ (Malaguzzi 1991)
Die Einrichtung trägt bewusst den Namen „Arche Noah“.
Wir schätzen Diversität und sind EINE bunte Gesellschaft auf dem Weg ins Leben. Gemäß dem Motto: Nur gemeinsam sind wir stark.
Jedes Kind wird so angenommen wie es ist, begleitet und ermutigt die eigenen Kompetenzen zu zeigen, zu erweitern, sich selbst als wertvoll und einzigartig zu erfahren, um seine Resilienz zu stärken.
Ein Leitsatz von Maria Montessori prägt die pädagogische Arbeit unserer Einrichtung: „Hilf mir es selbst zu tun“. Nicht das Ziel steht im Vordergrund, sondern der Prozess der Wegfindung zum Erreichen des individuell gestellten Lernzieles. Es ist immer unsere Aufgabe die kindlichen Selbstbildungsprozesse anzuregen und dabei wertneutral den Entwicklungsstand eines jeden Kindes wertneutral und nicht nach „richtig“ oder „falsch“, „schön“ oder „nicht schön“ festzuhalten.
Die „Arche Noah“ ist ein Ort, der Kindern Schutz und die Möglichkeit bietet, in einer großen Gemeinschaft einen Platz für sich zu finden.